Wohnen und Mobilität
Mobilitätsplanung bei Wohnsiedlungen - Ansätze für die 2000 Watt-Gesellschaft
Datum: Donnerstag 4. Oktober 2012
Der Wohnungsmarkt ist im Wandel. Mit dem Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft rückt auch die wohnungsbezogene Mobilität ins Zentrum. Die Qualität der Erreichbarkeit, Mobilitätsangebote vor Ort und Serviceleistungen sind entscheidende Faktoren für die Zufriedenheit mit dem Wohnort. Mit welchen Verkehrsmitteln die Alltagswege zurückgelegt werden, hängt entscheidend von den persönlichen Mobilitätsoptionen ab.
Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen und demographischen Wandels. Eine zunehmende Zahl von Haushalten lebt in den Städten ohne eigenes Auto. Für sie ist eine gutes Angebot an Einkaufsmöglichkeiten, eine hohe Qualität der Wohnumgebung und eine gute Anbindung an den ÖV wichtiger als die Verfügbarkeit von Parkplätzen.
Ab dem 75. Lebensjahr werden deutlich mehr als die Hälfte aller Wege zu Fuss, mit dem Fahrrad oder dem ÖV zurückgelegt. Ältere Menschen in Quartieren mit unzulänglichen Mobilitätsangeboten sind folglich mit Einschränkungen konfrontiert, welche die Lebensqualität und die Chancen zur Teilhabe an gesellschaftlichen Aktivitäten gravierend beeinflussen können.
Für Liegenschaftsverwaltungen sind dies neben allgemeiner Kundenorientierung, Energieeffizienz und Klimaschutz gute Gründe, den Mobilitätsbelangen der Bewohner künftig mehr Beachtung zu schenken. Auch ökonomische Überlegungen legen nahe, bei der Erneuerung von Siedlungen auf die (nachträgliche) Erstellung von teuren Parkplätzen zu verzichten.
Der Aufbau und die Sicherung qualitativ hochwertiger Mobilitätsangebote sollte vor dem skizzierten Hintergrund als gemeinsame Aufgabe von Städten, Mobilitätsdienstleistern und Wohnungsunternehmen verstanden werden. Sowohl im Neubau als auch im Bestand gibt es damit bereits einige positive Erfahrungen.
Ziel der Tagung ist es, den aktuellen Stand des Themas aufzuzeigen und mit interessanten Praxisbeispielen die Diskussion fortzuführen.
Zielpublikum
PlanerInnen, Behörden von Städten und Gemeinden, Liegenschaftsverwaltungen, Wohnbaugenossenschaften, institutionelle Anleger, ArchitektInnen, interessierte Laien.
Veranstaltungsort
HSR Hochschule für Technik Rapperswil




