Im Fokus

Future-Forest-Installation an den Festspielen Zürich

Der pinke Rasen der Future Forest Installation an den Festspielen Zürich

Am Anfang war ein Ideenwettbewerb: Unter dem diesjährigen Festspielthema «Schönheit / Wahnsinn» entwarfen HSR Studierende im Studiengang Landschaftsarchitektur 21 Konzepte zur Gestaltung des erstmalig in der Geschichte der Festspiele bestehenden Festival-Zentrums auf dem Münsterhof. Das Rennen gemacht hat «Jungle Cube» von Nadine Jost und Regula Luder. Das Konzept wurde in Kooperation mit den Festspielen Zürich zur Installation «Future Forest» weiterentwickelt.

Besuchen Sie uns im Juni 2018 auf dem Münsterhof in Zürich und lassen Sie sich inspirieren durch den Zukunftsberuf der Landschaftsarchitekten.

Lesen Sie hier regelmässig Aktuelles über die Festspielzentrum-Installation Future Forest und die dreiwöchige Bespielung des Münsterhofs an den Festspielen Zürich.

Hintergrund

Als die Festspiele Zürich im Mai 2017 mit der Planung der Biennale 2018 begannen, haben sie zusammen mit dem HSR Institut für Landschaft und Freiraum (ILF) einen studentischen Ideenwettbewerb an der HSR ausgelobt. Studenten und Studentinnen der Landschaftsarchitektur, die im Frühjahrssemester 2017 im Fach «Gestalten mit Pflanzen» eingeschrieben waren, sollten das Zentrum der Festspiele auf dem Münsterhof entwerfen. In Zweierteams setzten sie sich im Rahmen einer Semesterarbeit mit dem Motto «Schönheit / Wahnsinn» auseinander. Es entstanden 21 verschiedene Konzepte. Die Jury, bestehend aus der Zürcher Festspielstiftung, dem Tonhalle Orchester Zürich, der Stadtentwicklung Zürich, dem HSR Institut ILF sowie unabhängigen Landschaftsarchitekten, entschied sich für das Konzept «Jungle Cube» von Nadine Jost und Regula Luder. Die in Kooperation mit den Festspielen daraus entstandene Installation Future Forest ist ein pink bezogener Kubus, den die Besucher über einen Tausend Quadratmeter grossen Teppich aus Kunstrasen in Pink erreichen.

Ein offener Raum zum Diskurs

Die Festspiel-Kuratorin Belén Montoliú erklärt: «Die Installation soll Passanten und Interessierte dazu anregen, einen Moment innezuhalten, um sich mit den stetig an Relevanz gewinnenden ökologischen Fragen auseinanderzusetzen. Zugleich wirft die Installation die Frage auf, wie in Zeiten zunehmender Beschleunigung, in Zeiten von Google, Gender und Börsenkursen der Dualismus von Künstlichkeit und Natürlichkeit neu verhandelt werden muss. Schliessen sich beide Begriffe aus? Kann es nur ein ‚Entweder-oder‘ geben? Sind Künstlichkeit und Natürlichkeit doch kein Widerspruch? Die Future-Forest-Installation ist ein Treffpunkt für Austausch und Kultur. Ein offener Raum zum Diskurs, wenn man will, auch eine Art Agora längst vergangener Zeiten. Sie wird zum hetero (anders) topos (Ort), einer Heterotopie (Michel Foucault), nichts weniger als ‚ein Ort ausserhalb aller Orte, wiewohl er tatsächlich geortet werden kann‘.» Als Kooperation der Festspiele Zürich und der HSR wird die Installation von Landschaftsarchitektin Viola Thiel, Prof. Mark Krieger und Festspiel-Kuratorin Belén Montoliú gemeinsam mit ihren Teams realisiert.

Blickfang und Treffpunkt gleichermassen

Mit der Intervention erhält der Münsterhof funktional, gestalterisch und künstlerisch eine Aufwertung und bietet eine Bühne für diese Grossveranstaltung im Sommer 2018. Das Konzept bezieht die historische Kulisse des Münsterhofs ein und ist gleichermassen als Blickfang und Treffpunkt für Passantinnen und Passanten unter der Woche sowie als flexibel erweiterbarer gestalterischer Grundrahmen für die grossen Festspiel-Events wie die Eröffnung, den Familientag, das Klassik Open Air usw. zu verstehen. An den Events werden bis zu 3000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Die Jury im Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Festival-Zentrums bestand aus Prof. Mark Krieger, Landschaftsarchitekt am ILF Institut für Landschaft und Freiraum, Viola Thiel, Landschaftsarchitektin am ILF, Ilona Schmiel, Intendantin Tonhalle Orchester Zürich, Dr. Ursula Gut-Winterberger, Präsidentin Zürcher Festspielstiftung, Anna Schindler, Direktorin Stadtentwicklung Zürich, Stefan Rotzler (Juryvorsitz), Landschaftsarchitekt BSLA und Alexander Keil, Geschäftsführer Zürcher Festspielstiftung.

Prof. Mark Krieger (Landschaftsarchitekt am ILF Institut für Landschaft und Freiraum), Viola Thiel (Landschaftsarchitektin am ILF) Ilona Schmiel (Intendantin Tonhalle Orchester Zürich), Dr. Ursula Gut-Winterberger (Präsidentin Zürcher Festspielstiftung), Nadine Jost, Anna Schindler (Direktorin Stadtentwicklung Zürich), Stefan Rotzler (Juryvorsitz / Landschaftsarchitekt BSLA), Belén Montoliú (Kuratorin Festspiele Zürich), Alexander Keil (Geschäftsführer Zürcher Festspielstiftung) und Marcel Metzger (Assistent am ILF) (v.l.).

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