Erneuerbare Energien und Umwelttechnik

Das Studium an der HSR hat einen starken Praxisbezug. Die Brücke zur Berufswelt schlagen wir während des Studiums durch Übungen und Projekt- und Bachelor-Arbeiten.

Vorträge von Fach- und Führungskräften zu Trendthemen der Branche geben den Studierenden Einblick in das Berufsbild der Energie- und Umweltingenieurin, des -ingenieurs.

Die Theorie vertiefen Sie im Labor, wo Sie im Rahmen von Laborpraktika mit modernsten Geräten arbeiten. Bei Exkursionen lernen die Studierenden Betriebe der Energie- und Umwelttechnik live kennen. Wie ein roter Faden zieht sich der Anwendungsbezug durch die Vorlesungen, wo Problemstellungen und Lösungen aus Unternehmen diskutiert werden. Studierende können an nationalen und internationalen Wettbewerben teilnehmen. Selbstständig oder in der Gruppe haben Sie die Chance, Firmen und Institutionen von Ihrer Arbeit zu überzeugen.

An der HSR sammeln Sie ab dem ersten Semester Praxis-Erfahrung. So sind Sie in den letzten beiden Semestern gut gerüstet, Ihre Studien- und Bachelor-Arbeiten selbstständig durchzuführen. Dabei haben Sie die Möglichkeit, direkt mit einem Unternehmen zusammenzuarbeiten. 

Wenn Studierende mit Unternehmen zusammenarbeiten

Wenn Studierende der HSR und führende Unternehmen zusammentreffen, schafft das Mehrwert für beide. Unsere Studierenden lernen anhand realer Projekte - und bringen dabei zukunftsorientierte Perspektiven ein. In ihren Studien- und Bachelor-Arbeiten arbeiten die Studierenden selbstständig mit Unternehmen zusammen.

Simulation einer vertikalachsigen Windkraftanlage mit steuerbaren Flügeln: Simulationsbasierte Optimierung der Windturbine

Von Matthias Huber, in Zusammenarbeit mit Agile Wind Power AG

Matthias Huber forschte für seine Bachelor-Arbeit über Windturbinen.

Vertikalachsige Windturbinen erzielen bessere Leistungen bei schwierigen Windbedingungen und sind unabhängig von der Windrichtung. Diese innovativen Windturbinen zu entwickeln, darauf hat sich das junge Schweizer Unternehmen Agile Wind Power AG (AWP) spezialisiert. Die Drehung der Turbinen ist langsam und geräuscharm, so dass sie auch im grossen Massstab gebaut werden können.

Der Bachelor-Diplomand Matthias Huber interessierte sich ganz besonders für eine neuartige vertikale Turbine, bei der die einzelnen Flügel aktiv gesteuert werden können. Gemeinsam mit der AWP AG testete er die Turbine: Wie viele Flügel soll die Windturbine haben, wie lang müssen die Sehnen sein und was ist die optimale Schnelllaufzahl? Mit Hilfe des Programms ANSYS-Fluent führte Matthias Huber eine Strömungssimulation durch (siehe rechtes Bild). Als Basis für seine Simulationen verwendete er eine Turbine mit einem Rotor-Durchmesser von 20 Metern.

Seine Tests zeigen nicht nur die bestmögliche Flügelanzahl sowie die beste Sehnenlänge. Matthias Huber fand heraus, dass der Leistungsbeiwert (cp-Wert) noch leicht verbessert werden kann, wenn die Flügel bis zu einem gewissen Punkt angestellt werden. Sein Fazit: Die innovative Turbine kann mittels Simulationen weiter optimiert werden.

Hier geht es zum Abstract.

Extraktion von Wertmetallen aus KVA-Feinschlacke: Ermitteln des optimalen Verfahrens zur Sortierung von Feinschlacke

Von Renato Minnig, in Zusammenarbeit mit GEODUR Recycling AG und der Kehrichtverbrennungsanlage Linth

Renato Minnig bearbeitete für seine Bachelor-Arbeit das Thema Kehrichtverbrennung im Bereich Umwelttechnik.

Schlacke, der Rückstand aus der Kehrichtverbrennung, besteht hauptsächlich aus mineralischen Bestandteilen und aus Metallen wie Aluminium und Kupfer, aber auch Silber und Gold. Grobkörnige Metallstücke können in Aufbereitungslagen zurück gewonnen werden, allerdings nur wenn die Körner nicht kleiner als 2 Millimeter sind. Feinkörnigere Metallstücke extrahieren zu können – das ist Renato Minnigs Ziel in seinem Bachelor-Projekt.

Gemeinsam mit seinen Projektpartnern GEODUR Recycling AG und der Kehrichtverbrennungsanlage Linth erarbeitet er ein Konzept, bei dem er nassmechanisch arbeitende Aufbereitungsgeräte einsetzt. Im Nasszustand sollen mit Hilfe von Dichtesortierungs-Geräten auch sehr kleine Partikel aus Kupfer, Silber und Gold wiedergewonnen werden.

Nach mehreren Versuchen findet Renato Minnig die optimalen Einstellungen und Abläufe für das Verfahren. Das Ergebnis: Renato Minnig stösst auf Gold! Das Verfahren erzeugt ein Konzentrat, das Goldplättchen und kleine Kupferdrahte enthält.

Hier geht es zum Abstract.

Urban Mining: Was machen wir mit dem Gold, für das wir so teuer bezahlen?

Auszeichnungen von Unternehmen an Studierende

Die Studierenden des Studiengangs Erneuerbare Energien und Umwelttechnik arbeiten am Puls der Industrie. Unternehmen der Branche unterstützen und honorieren im Rahmen von Auszeichnungen und Preisen die wissenschaftlichen Leistungen mit Praxisbezug.

Projektwettbewerb „Solarenergie verbindet“: EEU Studierende gewinnen 1. Preis

Mit Ihrer Idee gewannen Peter Nötzli, Till Neinhaus, Lukas Schmid und Patrick Senn den Projektwettbewerb 2015 „Solarenergie verbindet“ der Helvetic Energy GmbH. Im Rahmen des Wettbewerbs sollten Berufsschüler und Fachhochschul-Studierende innovative Konzepte rund um die Themen Solarwärme oder Solarstrom entwickeln. Das Gewinnerteam der HSR konnte sich über einen Check über CHF 5‘000 freuen, der auf dem „Solargipfel 2015“ in der ARA Glatt im Glattpark Zürich überreicht wurde.

Für Firmen: Unsere Studierenden übernehmen Aufgaben aus dem Berufsbild Energie- und Umweltingenieurin und -ingenieur

In Studien- und Bachelor-Arbeiten bearbeiten die Studierenden selbständig eine Aufgabe aus der Praxis. Sie beweisen damit ihre Fähigkeit zu eigenständiger Problembearbeitung und -lösung. Haben Sie in Ihrem Unternehmen praxisrelevante Fragestellungen, die sich für studentische Arbeiten eignen? 

Die Kooperation mit der HSR bietet Ihrem Unternehmen die Möglichkeit, Konzepte zu optimieren, von innovativen Prototypen zu profitieren und neue Wege zur Lösung von Problemen einzuschlagen. Die Projektresultate fliessen oft in die Produktentwicklung unserer Praxispartner ein oder bilden die Basis für weiterführende Studien und Forschungen.

Themenbereiche:

  • Aufgaben aus den Studienschwerpunkten Energietechnik und Umwelttechnik
  • Machbarkeitsstudien, Energiekonzepte, Methodenentwicklung, Energie- und Stoffbilanzierung, Anlagenanalysen, Versorgungskonzepte, Umweltverträglichkeitsstudien
  • Konzipierung von Mess- und Versuchseinrichtungen, Messungen und Analysen
  • Anlagen- und Prozessoptimierungen

Möchten Sie Praxispartner werden? Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Studiengangleiter oder direkt an einen Dozierenden des entsprechenden Fachgebiets.

Ingenieurinnen und Ingenieuren über die Schulter schauen: Exkursionen und Referate

Als festen Bestandteil des Studiums organisieren wir praxisbezogene Referate. Fach- und Führungskräfte aus Unternehmen kommen an die HSR und halten spannende Vorträge zu Trendthemen aus der Berufswelt. Welche Herausforderungen und neue Aufgaben stellen sich Energie- und Umweltingenieurinnen und -ingenieuren heute und in der Zukunft? Um den Beruf hautnah zu erleben, besuchen Sie als Studierende(r) des Studiengangs EEU regelmässig Unternehmen. Firmenvertreterinnen und -vertreter führen Sie durch Betriebe, wo Sie den Ingenieurinnen und Ingenieuren live über die Schulter schauen. Dabei lernen Sie die verschiedenen Tätigkeiten kennen und erfahren aus erster Hand Neues über den Beruf.

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Einweihung 2. Studentenwohnheim am 25. August

19.07.18 - Machen Sie einen Rundgang durch das neue HSR Studentenwohnheim: Die Stiftung zur Förderung der HSR lädt Sie herzlich zur Einweihung ein.